Flashback > Projekt

Flashback – Eine bebilderte Jubläumskomposition

Freitag, 23. Oktober 2020, 20.00 Uhr
Samstag, 24. Oktober 2020, 20.00 Uhr
Sonntag, 25. Oktober 2020, 17.00 Uhr
Lorzensaal Cham

Infos/Vorverkauf

Das Konzept
125 Bilder zeigen 125 Jahre Zuger Geschichte, in welcher das Orchester Cham-Hünenberg zu dem wurde, was es im Jahr 2020 beim 125-jährigen Jubiläum ist. Der Bildlauf blitzt in Sekundenschnelle über die Leinwand – und hält alle paar Jahre inne. FLASHBACK wirft dann ein Schlaglicht auf ein einzelnes Bild, das mehrere Minuten stehen bleibt. Die abendfüllende Komposition von Sandra Stadler verarbeitet diese bebilderte Kantonsgeschichte und führt durch die Vergangenheit in die Gegenwart – vom unbeschwerten Aufbruch der Belle Epoque, der Schwere in den Jahren der Weltkriege und dem Boom des Wirtschaftswunders bis zu Katerstimmung danach und dem Zeitalter der Überforderung und der wahr gewordenen Utopien von heute. Die Bilder lassen prägende aber auch unwichtige Ereignisse oder Situationen im Kanton im Zeitstrahl von 1895 bis 2020 vorüberziehen. Sie zeigen prominente Gesichter, wichtige Zuger Firmen, bekannte Orte und witzige Inserate. Die Musik der jungen Komponistin Sandra Stadler interpretiert die Bilder und setzt sie in den Kontext der fortschreitenden Zeit und der Stimmungen, in welchen sich die Zuger Gesellschaft durch die Jahrzehnte bewegte.

Das Vorgehen
Einer ersten Sichtung von möglichem Bildmaterial folgte der Entschluss zusammen mit  Historiker Michael von Orsouw und Komponistin Sandra Stadler, das Programm in fünf Epochen zu unterteilen. Jede der Epochen sollte einen eigenen Charakter erhalten, von fünf Hauptbildern geprägt sein, 20 weitere Bilder enthalten und in einem in sich geschlossenen Satz vertont werden.  
Der erste Satz eröffnet das Programm und beschreibt den «Aufbruch in die Moderne», von 1895 bis zu 1913 als die Welt vor den Weltkriegen noch heil war. Mit dem «Kriegssatz»  von 1914, dem Anfang des 1. Weltkrieges bis 1945, dem Ende des 2. Weltkrieges kehrt sich der Optimismus zu Unsicherheit und Tod. Nach der Krise folgen «Boom und Wirtschafts- wunder», welche im dritten Satz  bis Anfang der 1970 prägend sind. Doch der «Kater nach der Party» folgt immer und die Bilder des vierten Satzes zeigen die sichtbaren Grenzen des Wachstums und das Aufsteigen vor diffusen Ängste rund um den Kalten Krieg, des Potenzials der Atomspaltung oder die auftretenden Umweltschäden. Im letzten Satz wenden wir 1995 in die «Zeit der Gegensätze», schnell trifft auf langsam, Verdichtung auf Vereinsamung.